Der Lehrersohn erhielt 1847 seine Lehrbefähigung für Hauptschulen in Prag. Ab 1856 bis zu seinem Lebensende unterrichtete T. Gesang an der Kommunal-Oberrealschule auf der Wieden (Wien IV). 1859 gründete er eine eigene MSch. für Gesang und Klavier am Schaumburgergrund (Wien IV) und heiratete im selben Jahr die Tochter eines Maurergesellen, Anna Ursula Teschauer (* 28.4.1803 Eger/Böhmen [Cheb/CZ], † nach 1875 [Ort?]). 1861 bis mindestens 1869 war T. Gesangslehrer an der Haupt- und vollständigen Unterrealschule (Bürgerschule) in Wieden sowie ab 1865 bis zu seinem Tod am Kommunal-Real- und Obergymnasium in Mariahilf (Wien VI). Weiteren Gesangsunterricht erteilte T. in den 1860/70er Jahren an der Ober-Realschule am Bauernmarkt (Wien I), der Privaten Volks- und Unterrealschule von Joseph Kaiser (Wien X), der Privaten Mädchen-Lehranstalt Maria Kaiser (Wien X) sowie am Kommunal-Realgymnasium in der Leopoldstadt (Wien II). Bekanntheit erlangte er hauptsächlich durch seine 1858 erschienene Liedersammlung, die an mehreren Schulen eingeführt wurde.
Werke
Liederbuch f. mittlere u. höhere Schulen 1858.
Schriften
Literatur
- J. Kaiser (Hg.), Lehrer-Schema 1860, XIII, 80, 1863, 34
- Österr. Schul-Kalender 1870, 116
- Österr. Pädagogisches Wochenbl. 1863, Beilage, 1
- Die Presse 23.12.1875, 7
- Neue Wr. Musik-Ztg. 7.8.1856, 1
- Signale f. d. musikalische Welt 1869, H. 20, 306
- Trauungsbuch der Pfarre Wieden (Wien IV) 1859–62, fol. 58
- Sterbebuch der Pfarre Mariahilf (Wien VI) 1874–80, fol. 66
- eigene Recherchen (Jahresberichte der Wiedner Kommunal-Oberrealschule; Jahresberichte des Mariahilfer Kommunal-Real- und Obergymnasiums; Jahresberichte des Leopoldstädter Kommunal-Realgymnasiums; Lehmann-Adressbücher)
Autorin
- Karoline Hochstöger
Letzte inhaltliche Änderung
23.8.2023Empfohlene Zitierweise
Karoline Hochstöger, Art. „Tippmann, Franz“ (23.8.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x003e6ebf (abgerufen am )
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