Thaurer von Gallenstein, Johann Nepomuk Josef

* 11.9.1779 Judenburg/St, † 22.11.1840 Klagenfurt

Jurist, Schriftsteller

Studierte Jus in Graz, wirkte als Verwalter meist im Familienbesitz stehender Güter und als Justitiar in Wolfsberg/K, war 1821/22 provisorischer Bürgermeister von Klagenfurt, seit 1820 hier ständischer Expedits- und Registratursdirektor. Th. verfasste zunächst juridische Schriften, beschäftigte sich später auch mit landeskundlichen Themen und schließlich v. a. mit der Aufzeichnung Kärntner Sagen wie auch historischer Ereignisse. Sein 1817 oder 1822 entstandenes Gedicht Des Kärntners Vaterland (Dort wo Tirol an Salzburg grenzt) wurde, 1835 als Kärntner Heimatlied von J. v. Rainer zu Harbach vertont, 1911 zur offiziellen Landeshymne (Hymnen) von Kärnten. Anlässlich des 20. Gründungsfestes der Kärntner Landsmannschaft 1930 wurde die ursprüngliche 4. Strophe gegen eine 1928 von der in Neumarkt/St tätigen Kärntner Lehrerin Maria (Agnes) Millonig (1884–1962) verfassten ausgetauscht.

Schriften

  • neben Büchern zu Rechtsproblemen Novellen, Sagen, Gedichte etc. in div. Zss. (Carinthia, Kärnthnerische Zs.), Almanachen sowie im Taschenbuch Noreja.

Literatur

  • Wurzbach 44 (1882)
  • Personenlex. Öst. 2001
  • F. Grasberger, Die Hymnen Österreichs 1968
  • MGÖ 3 (1995)
  • www.kaerntner-landtag.ktn.gv.at/cgi-bin/evoweb.dll/web/akl/14475_DE.622569692014150 (1/2006)

Autor

  • Uwe Harten

Letzte inhaltliche Änderung

15.5.2006

Empfohlene Zitierweise

Uwe Harten, Art. „Thaurer von Gallenstein, Johann Nepomuk Josef“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e46b (abgerufen am )

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