Sohn von Johann Peter Suttor, „Bürger“ und landschaftlicher Buchbinder, und Maria Lucretia. Taufpaten waren Henricus Schrottner, „Bürger“ und Zinngießer, und Gattin Barbara Cäcilia. Am 18.6.1718 wurde er als Trompeterlehrjunge von Andreas Motscheckh (* 1674 Krumau/Böhmen [Český Krumlóv/CZ], † 1756 Graz) aufgenommen und von allen landschaftlichen Trompetern als solcher anerkannt. 1719 erhielt er 20 fl Viaticum, um ins Feld zu ziehen und in anderen Ländern zu lernen. Vom 10.4.1731 bis zu seinem Tod diente er als landschaftlicher Trompeter in der Steiermark. Am 10.6.1736 wurde er in das Spital der Barmherzigen Brüder, Graz, eingeliefert, wo er am 23.6. verstarb. Die Beisetzung in einer Gruft der Barmherzigen Brüder sowie die Teilnahme aller Landschaftstrompeter und der „P. P. Augustiner Largamonica, P. P. Franciscaner, P. P. Dominicaner und P. P. Minoriten“ am Leichenzug (Hausprotokolle, Conducts-Prothocoll) zeugen von dem großen Ansehen, das S. genoss.
Eine verwandtschaftliche Beziehung zu dem 1671/72 als „Musikant“ bei den Barmherzigen Brüdern in Graz geführten Johann S. kann derzeit (2005) nicht nachgewiesen werden.
Literatur
- StMl 1962–66
- H. Federhofer in ZHVSt 40 (1949)
- H. Federhofer in Adler. Zs. f. Genealogie u. Heraldik 16 (1950)
- I. Schubert, Die Konventbücher der Barmherzigen Brüder in Graz als musikhistorische Quelle 1988 (= Aus der Mozartgasse 7)
- eigene Erhebungen
Autorin
- Ingrid Schubert
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2006Empfohlene Zitierweise
Ingrid Schubert, Art. „Sutor, Johann Sebastian“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e406 (abgerufen am )
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