Studierte Klarinette und Theorie, 1983–87 auch Komposition (bei D. Kaufmann) am Konservatorium Klagenfurt; 1979–81 privater Kompositionsunterricht bei N. Fheodoroff. 1973–2003 war er Musikerzieher am Gymnasium in Spittal an der Drau. Als Obmann der Kärntner Sektion der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik organisierte St. seit 1977 einschlägige Veranstaltungen (Meisterkurse). 1987 gründete er das Vokalensemble VOX NOVA, mit dem er bis 1995 zeitgenössische Chormusik aufführte. Seit 1988 ist St. Dirigent des Ensemble Kreativ (über 70 UA.en). Seit 1991 leitet St. das Festivals EXPAN in Spittal an der Drau. 1998 und 2000 künstlerischer Leiter des Klangspectrum Villach. Seit 2002 obliegt St. die musikalische Projektleitung der neuebuehnevillach. 2005 gründete er das Ensemble MusikFabrikSüd, das er seither auch leitet. Seit 2008 Präsident der Österreich-Sektion der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik (IGNM). Als Komponist arbeitet St. seit den späten 1980er Jahren mit Teiltonreihen als strukturbildendes Element.
Ehrungen
- Förderungspreis des Landes Kärnten f. Musik 1983
- Staatsstipendien f. Komposition 1988 u. 1994
- Preis der Salzburger Landesregierung 1991
- Würdigungspreis des Landes Kärnten f. Musik 2000
- Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich 2006
- Kulturpreis des Landes Kärnten 2015
Werke
Bühnenwerke (Kirchenoper Sara und ihre Männer UA 2012); Vokalmusik (Chöre); Werke f. Orch. (Ülapp 1995, PAW für Zither und Kammerorch. 2014) bzw. Ensemble; Werke f. Soloinstrumente bzw. Kl.; Bühnenmusiken u. a. musikdramatische Werke (tango der nacht u. des morgens [T: H. C. Artmann] 1988); elektroakustische Musik.
Literatur
- MaÖ 1997 [mit WV]
- Goertz 1994
- MGÖ 3 (1995)
- www.brunostrobl.at (12/2015)
Autor:innen
- Alexander Rausch
- Monika Kornberger
Letzte inhaltliche Änderung
20.12.2015Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger, Alexander Rausch, Art. „Strobl, Bruno“ (20.12.2015), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e3c8 (abgerufen am )
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