Streckfuß, Florentin

* ? (Ort?), † 28.10.1715 Graz.

Glockengießer

Er war Gehilfe von Medardus Reig (* ?, † 24.12.1697 Graz), machte sich dann selbständig und übernahm 1702 das kaiserliche Gusshaus (Glockenguss) vor dem Sacktor in Graz. Seine Septimglocken befinden sich u. a. in Graz (Dom, 1706/10), Leibnitz/St (1712) und Mariazell (1714). Auch die mit 5.390 kg größte historische Glocke der Steiermark in einem Turm des Schlosses Seggau bei Leibnitz stammt aus seiner Werkstatt (1688). Nach seinem Tod führte seine Witwe den Betrieb weiter und vermählte sich dann mit dem kaiserlichen Hof-, Stuck- und Glockengießer Franz Anton Pigneth (* ?, † 18.2.1720). Vermutlich ist F. St. mit seinem Brünner Kollegen Paul St. (?–?) verwandt.

Literatur

  • A. Weißenbäck/J. Pfundner, Tönendes Erz 1961, 160f u. Abb. 127
  • StMl 1962–66

Autor

  • Alexander Rausch

Letzte inhaltliche Änderung

15.5.2006

Empfohlene Zitierweise

Alexander Rausch, Art. „Streckfuß, Florentin“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e3ae (abgerufen am )

Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.