Erhielt Musikunterricht von seinem Vater (?–1803), einem Violinisten, ab 1805 in Wien u. a. von J. Blumenthal, I. Schuppanzigh, in Komposition von F. Teyber und J. G. Albrechtsberger. Mit 12 Jahren erstes Engagement als Geiger im Orchester des Theaters an der Wien, 1810 in Pest (Budapest). 1813 wurde er Theaterkapellmeister in Temeswar (Timişoara/RO), 1814 in Hermannstadt (Sibiu/RO) und 1817 in Brünn. Nach kurzen Anstellungen in Straßburg (Strasbourg/F) und Mannheim/D war St. zunächst Konzertmeister und 1824–64 badischer Hofkapellmeister in Karlsruhe/D. 1840 leitete er die deutsche Oper in London. Im Wiener Symphonie-Wettbewerb von 1835 errang er den 3. Preis.
Werke
Opern (Der Wärwolf EA Wien 1837), Schauspielmusik; Oratorium Judith 1830; Symphonien, V.-Konzert; Kammermusik (Streichquartett); Lieder.
Literatur
- Wurzbach 39 (1879)
- LdM 2000
- Riemann 1961
- F-A 1936
- DBEM 2003
- E. Hanslick, Gesch. des Concertwesens in Wien 1 (1869)
- MGÖ 2 (1995)
- Bauer 1955
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2006Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Strauss, Joseph“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0003d248 (abgerufen am )
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