Studierte ab 1835–43 in Wien Medizin. Ab 1843 war er im Wiener Allgemeinen Krankenhaus tätig (ab 1857 als Primararzt) und Leibarzt der Kaiserin. Er war u. a. mit Rich. Wagner befreundet. 1872 gehörte er zu den Mitunterzeichnern des Aufrufs zur Gründung (1873) des Wiener Akademischen Wagner-Vereins. 1861–92 war St. Direktionsmitglied der GdM. Seine Wohnung war ein Treffpunkt zahlreicher prominenter Musiker und Künstler. Sein Stiefsohn war der Journalist G. Schönaich, seine Nichte die Sängerin H. Mottl (geb. St.).
Ehrungen
- Träger zahlreicher Orden
- Hofrat 1892
Literatur
- A. Harrandt in MusAu 13 (1995)
- R. Wagner, Mein Leben,hg. v. M. Gregor-Dellin 1 (1976)
- BrucknerH 1996
- R. v. Perger/R. Hirschfeld, Gesch. der K. k. GdM in Wien 1912
- MGÖ 3 (1995)
Autorin
- Barbara Boisits
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2006Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Standthartner (Standhartner), Josef“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e32f (abgerufen am )
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