S. besuchte die Präparandie in Linz. 1827 erhielt er das Gehilfenzeugnis, 1834 wurde er adjustiert, das Lehrzeugnis erhielt er 1852. Um 1838 war er Gehilfe in Weyregg, vor 1840 ebensolcher in Vöcklabruck/OÖ. 1844–48 leitete S. provisorisch die Schule in Oberwang/OÖ. Am 19.8.1852 trat er den Schul- und Mesnerdienst in Steinbach am Attersee/OÖ an. Er bekleidete diesen Posten bis zu seiner 1875 erfolgten Pensionierung. Hier war er musikkulturell in vielerlei Hinsicht tätig: Auf seine Veranlassung wurde 1860 eine neue Orgel aufgesetzt; er war Gründer der Steinbacher Blasmusik und 1866–75 deren erster Kapellmeister. S. war auch als Komponist und Orgellehrer tätig. Eine von ihm vertonte Primiz-Arie ist nur dem Namen nach bekannt, ein in Vöcklabruck gedrucktes Ave Maria („O engelgegrüßte Jungfrau“) wird in der Pfarrkirche von Gampern/OÖ verwahrt (A-GAM 5/1).
Literatur
- K. Petermayr in Jahrbuch des RISM-Österreich 2010, 2010
- versch. Lehrerverzeichnisse der Diözese Linz 1838–64
Autor
- Klaus Petermayr
Letzte inhaltliche Änderung
6.9.2012Empfohlene Zitierweise
Klaus Petermayr, Art. „Stadlmayr, Karl“ (6.9.2012), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x002d2635 (abgerufen am )
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