Spies (Spiess, Spieß), Hermann

* 6.6.1865 Rommerskirchen/D, † 29.12.1950 Salzburg

Priester, Kirchenmusiker, Musikforscher

Sohn des Lehrers Arnold Sp., studierte in Steyl/NL und Eichstätt/D Theologie sowie Philosophie (1890 Priesterweihe) und war zunächst als Aushilfskaplan in Wörgl tätig. Anschließend besuchte Sp. die Kirchenmusikschulen in Aachen/D sowie Regensburg/D und bekleidete 1892–1921 das Amt des Domchordirektors am Salzburger Dom; 1897–1945 auch Domchorvikar. Nach Beendigung seiner aktiven Musikertätigkeit (aufgrund eines Gehörleidens) beschäftigte er sich v. a. mit der Salzburger Musikgeschichte vom Mittelalter bis ins 17. Jh. und publizierte hierzu grundlegende Studien.

Ehrungen

  • Fürsterzbischöflicher Geistlicher Rat 1921
  • Päpstlicher Geheimkämmerer 1946
  • Prof.-Titel 1949
  • Ehrenmitglied der Ges. f. Salzburger Landeskunde 1949

Werke

ca. 150 kirchenmusikalische Werke (u. a. 1 Messe, 2 Requien, 1 Lauretanische Litanei, Gradualien, Offertorien, Marienlieder, Weihnachtslieder), Orgelmusik; Hg. v. Werken Salzburger Hofmusiker (u. a. St. Bernardi, H. I. F. Biber).

Schriften

Literatur

Autor

  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

15.5.2006

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Art. „Spies (Spiess, Spieß), Hermann“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e2f4 (abgerufen am )

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