Spiehs, Hermann

* 5.10.1893 Navis/T, † 17.11.1964 Innsbruck

Lehrer, Komponist, Schriftsteller

Stammte aus einer Lehrerfamilie und unterrichtete zunächst ebenfalls als Volksschullehrer. Daneben Musikstudien bei Karl Nußbaumer, J. Pembaur (I) und Josef M. Schwammel an der MSch. des Innsbrucker Musikvereins, 1913 Staatsprüfung als Musiklehrer für Mittelschulen und Lehrerbildungsanstalten (Klavier, Gesang, Orgel, Musiktheorie) in Prag. Danach Rückkehr nach Tirol und Tätigkeiten als Volksschullehrer in Hinterriß und Unterberg sowie als Korrepetitor an einer Gesangschule. 1915–17 Chorregent in Priesen (Brezno/CZ), Komotau (Chomutov/CZ), Prag und Großrußbach/NÖ, 1917–20 Musiklehrer am Wiener Lehrerseminar. 1921 kehrte Sp. nach Tirol zurück und wirkte als Musikpädagoge an der Innsbrucker Realschule sowie als Volksschullehrer, u. a. in Imst und Zell im Zillertal. Vielfache Tätigkeit als Chormeister (u. a. Innsbrucker Lehrerchor). Sp. war Mitglied des Tiroler Komponistenverbandes und 1956/57–60 Obmann der Josef-Eduard-Ploner-Gemeinde). Einige seiner Kompositionen, die der Neoromantik verpflichtet sind, gelangten auch im Rundfunk zur Aufführung (Landessender Tirol). In seinen Chören und Liedern überwiegt der volkstümliche Einfluss.

Ehrungen

  • Prof.-Titel
  • Preis bei einem Kurzgeschichtenwettbewerb

Werke

Passionsmusik 1955, St. Magdalena-Kantate 1958, 3 Messen (Missa Bone Pastor 1963), gemischte Chöre, Männerchöre, (Orchester-)Lieder, Klavierstücke, Bearb. v. Volksliedern.

Schriften

Literatur

Autor

  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

15.5.2006

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Art. „Spiehs, Hermann“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0013710b (abgerufen am )

Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.