Sontag (-Rossi), Henriette

* 3.1.1806 Koblenz/D, † 17.6.1854 Mexico City

Sängerin (Sopran)

Tochter des Schauspieler- und Sängerehepaars Franz (* ?.1.1783 [Ort?], † 28.3.1819 Mainz/D) und Franziska S. (* 12.1.1789 Heddernheim/D, † 10.4.1865 Dresden/D). Bereits mit 6 Jahren trat sie in Darmstadt/D auf, studierte dann Gesang am Prager Konservatorium. Nach ihrem Debüt 1821 in Prag kam sie 1822 nach Wien, wo sie bei den UA.en von C. M. v. Webers Euryanthe am Kärntnertortheater (1823) und als Solistin in L. v. Beethovens 9. Symphonie und Missa solemnis (1824) mitwirkte. Gastspiele führten sie anschließend nach Leipzig/D, Berlin, London und 1829/30 nach Paris (mit Opern von G. Rossini). Nach ihrer Heirat mit dem Grafen Carlo Rossi unterbrach sie ab 1830 ihre Laufbahn, die sie nach der Revolution 1848 in Europa und ab 1852 in Amerika wieder aufnahm. Ihre Auftritte lösten regelmäßig Hysterien aus („Sontagsfieber“), sie zählte zu den bedeutendsten Koloratursopranistinnen ihrer Generation.

Ehrungen

Ihre Schwester Nina (* 26.11.1811 Koblenz, † 22.9.1879 Marienthal in der Lausitz/D) war ebenfalls Sopranistin, ihre Tochter Marie (?–?) trat mit F. Liszt auf.

Literatur

Abbildungen

Autor

  • Alexander Rausch

Letzte inhaltliche Änderung

15.5.2006

Empfohlene Zitierweise

Alexander Rausch, Art. „Sontag (-Rossi), Henriette“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e2cc (abgerufen am )

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