S. studierte 1816–22 am Prager Konservatorium Kontrabass bei Wenzel Hause sowie Trompete und Posaune bei Franz Weiß. 1822–24 war er als Trompeter und Posaunist im Orchester des Prager Ständetheaters tätig, 1824 wurde er 1. Kontrabassist an der königlichen Oper in Ofen (Budapest). Ab 1828 1. Kontrabassist an der Wiener Hofoper, gehörte S. ab 1832 auch der Domkapelle zu St. Stephan und ab 1846 der Hofmusikkapelle an (1846 Exspektant, 1862 wirkliches Mitglied); 1860–65 Mitglied der Wiener Philharmoniker. Als bedeutender und viel gerühmter Lehrer unterrichtete S. am Konservatorium der GdM als erster Lehrer Kontrabass (1833–65) sowie Posaune (1833–69).
Werke
Contrabaß-Schule in 30 leicht fassl. u. gründl. Lectionen 1840; 66 Etüden … f. die Posaune 1868.
Literatur
- ÖBL 57. Lfg. (2004)
- Wurzbach 35 (1877)
- Mendel-R. 9 (1878) u. Suppl. (1883)
- Wr. Allgemeine Musik-Ztg. 8 (1848), 214f
- J. Focht, Der Wr. Kb. 1999
- A. Planyavsky, Gesch. des Kb.es 21984
- F. Warnecke, „Ad Infinitum“. Der Kontrabaß 1909
- F-A 1936
- Th. Antonicek in StMw 29 (1978)
- H. u. K. Blaukopf, Die Wr. Philharmoniker 1986
- [Fs.] Wr. Philharmoniker 1842–1942 , 1942, 122
- J. Branberger, Das Konservatorium f. Musik in Prag 1911, 355
- R. v. Perger/R. Hirschfeld, Gesch. der K. k. GdM in Wien 1912, 67, 106 u. 326
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
9.11.2021Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Sláma, Anton“ (9.11.2021), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x000fd205 (abgerufen am )
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