Sina, Ludwig (Louis, fälschlich Johann)

* 1778 (Ort?)/Schlesien, † 1857 Boulogne-sur-Mer/F

Violinist

Soll bei E. A. Förster studiert haben. Er war mit L. v. Beethoven befreundet und war Mitglied jenes jugendlichen Kreises, der sich zwischen 1794/99 beim Fürsten C. v. Lichnowsky regelmäßig zu Kammermusiken traf (neben I. Schuppanzigh, J. Mayseder, Anton Schreiber, Franz Weiß, N. Kraft). 1808–16 gehörte er dem Quartett des Grafen A. v. Rasumowsky (Schuppanzigh [1. V.], Rasumowsky/Mayseder/S. [2. V.], Weiß [Va.], J. Linke [Vc.]) an. Als Mitglied des Orchesters am Theater an der Wien wirkte er u. a. bei der UA von Beethovens 7. Symphonie und Wellingtons Sieg am 8.12.1813 mit. 1820 soll er nach Paris übersiedelt sein und sich dort um die Verbreitung von Beethovens Werk bemüht haben. Er starb in ärmlichen Verhältnissen.

Literatur

Autor

  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

15.5.2006

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Art. „Sina, Ludwig (Louis, fälschlich Johann)“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x000fd200 (abgerufen am )

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