Musik- und Ballettausbildung in Taipeh. Er kam 1974 nach Wien, wo er 1974–83 an der Wiener MHsch. studierte (Komposition bei Th. Ch. David, Harfe). 1984 wurde er österreichischer Staatsbürger. Seither ist er freischaffender Komponist, daneben unterrichtet er Klavier und Theorie bzw. Komposition (1987–97 an der MSch. Hainfeld/NÖ sowie privat). Er dirigiert auch das Pazifik Jugendorchester Wien. S. bekennt sich zur Emotion, zum Ausdruck psychischer Prozesse in „Enthaltsamkeit“ und „Schwerelosigkeit“ (Freiräume für den Interpreten).
Ehrungen
- Stipendium der Alban-Berg-Stiftung
- Arbeitsstipendium der Stadt Wien
- Preis der Republik China (Taiwan)
- Kompositionspreis „Blaue Brücke“ des Dresdner Zentrums für zeitgenössische Musik 1994
- Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien 2005
Werke
Kammeroper Vatermord 1993/94; Oratorium Lebend’ges Land [T: nach Annette v. Droste-Hülshoff] 1992–96; „Fluss“-Triptychon f. Instrumentalensemble/Orch. („… fällt über dem Fluss die Nacht ein“ 1995; Die Überquerung des Flusses 1996; Die Trennung 1999/2000); Der letzte Walzer f. Kl. 1996; Zyklus Ein Takt f. versch. Instrumente 1989ff.
Schriften
- Statement in ÖMZ 51 (1996), 641f
Literatur
- MaÖ 1997
- Personenlex. Öst. 2001
- Die Presse 9.6.2005
- www.doblinger-musikverlag.at/pdf_ausgaben/werksverzeichnisse/wv_Shi.PDF (8/2005)
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
18.8.2005Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Shih“ (18.8.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e270 (abgerufen am )
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