Sengmillner (Sengmüllner, Sengmüller), Familie

Kirchenmusiker und Geistliche

Johann: * 3.6.1625 Michaelbeuern/Sb, † 4.5.1685 Michaelbeuern. Schulmeister, Organist. Bruder von Aemilian S., Abt (1676–96) des Benediktinerstiftes Michaelbeuern. J. S. war spätestens ab 1649 hier Organist.

Seine Söhne

Ignaz:* 1.2.1648 Michaelbeuern, † 20.7.1727 Passau/D. Trompeter, Organist, Komponist. War 1683–1727 Hof- und Feldtrompeter in Passau sowie Organist der Passauer Pfarrkirche St. Paul.

Werke

Kirchenmusik (u. a. Litaneien).

P. Edmund OSB:* 27.6.1661 [Federhofer: 1660] Michaelbeuern, † 14.5.1714 Michaelbeuern. Geistlicher, Komponist. S. legte 1678 in Michaelbeuern die Profess ab und wurde 1685 zum Priester geweiht. 1686–1708 war er Ökonom, 1708–14 Prior des Stiftes. In seinem Nachlass befanden sich ca. 650, 1714 in einem Inventar verzeichnete, mittlerweile aber verschollene Musikalien (darunter eigene Kompositionen), die das Musikleben des Klosters zu seiner Zeit dokumentierten. Sein Drama Amores sacri seu Crysandi et Montradae felix Hymenaeus wurde 1700 in Admont von Studenten aufgeführt.

Werke

Kirchenmusik (Motetten, Litaneien, Vespern, Kirchensonaten); Musik zum Drama Amores sacri seu Crysandi et Montradae felix Hymenaeus.

Ein mit obiger Familie vermutlich verwandter Franz Wolfgang Sengmüller war 1729–32 zweiter Trompeter im Stift Kremsmünster.

Literatur

Autorin

  • Barbara Boisits

Letzte inhaltliche Änderung

15.5.2006

Empfohlene Zitierweise

Barbara Boisits, Art. „Sengmillner (Sengmüllner, Sengmüller), Familie“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e24f (abgerufen am )

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