Studierte in Wien Klavier und Violine und war zunächst Bratschist bei den Wiener Philharmonikern . 1923 wurde er Korrepetitor in Düsseldorf/D, wo er 1924 als Dirigent debütierte. 1927–33 war er unter J. Krips in Karlsruhe/D tätig. Von den Nationalsozialisten Berufsverbot, 1936–41 Direktor des Jüdischen Kulturbundes in Berlin, 1943–45 im Lager Bergen-Belsen/D interniert. Nach dem Krieg war Sch. Dirigent in Bournemouth/GB (1947–51), Birmingham/GB (1951–57) und London (BBC Symphony Orchestra 1957–62). Ab 1964 wirkte er in Bergen/N und Newcastle-upon-Tyne/GB (1967–73 künstlerischer Leiter der Northern Sinfonia). Sein Repertoire umfasste neben den klassisch-romantischen Werken auch G. Mahler und zeitgenössische britische Komponisten.
Ehrungen
- Commander of the Order of the British Empire 1973
Literatur
- NGroveD 22 (2001)
- Baker 1984
- Riemann 1961 u. 1975
- DirigentenE 1985
- Kosch 3 (1992)
- F-A 2 (1978)
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2006Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Schwarz, Rudolf“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0009fc57 (abgerufen am )
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