Schunko, Franz

* 30.1.1915 Wien, † 21.4.1976 Wien

Hauptschuldirektor, Volksmusiksammler und -forscher

Ausbildung in Wien (Matura 1934, Lehramt für Volksschulen 1935, für Hauptschulen 1943). Durch Begegnungen mit R. Zoder, R. Wolfram und G. Kotek zunehmendes Interesse für Volkskunde, insbesondere für Volkslied und Volkstanz. 1947 Berufung in den Arbeitsausschuss des Österreichischen Volksliedwerkes für Wien und Niederösterreich durch das Unterrichtsministerium, ab 1958 Leiter des Volksliedarchivs für Wien und Niederösterreich (Nachfolge R. Zoder). Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft der Wiener Volkstanzgruppen und der Bundesarbeitsgemeinschaft Österreichischer Volkstanz. Ab 1936 volksmusikalische Feldforschungen; Aufzeichnung von insgesamt 1.600 Instrumentalmelodien und über 400 Nummern Volkslied und Volkspoesie. Tondokumentationen und Filme in Zusammenarbeit mit dem Phonogrammarchiv der ÖAW, der Österreichischen Phonothek, der Bundesstaatlichen Hauptstelle für Lichtbild und Bildungsfilm und dem Institut für Volksmusikforschung an der Wiener MAkad. (2 Schallplatten, 3 Tonfilme); zahlreiche monographische Forschungen, insbesondere zu Volkstanz, Volksmusik im Brauch (s. Abb.) und zur Geschichte der Volksmusikforschung in Österreich.

Ehrungen

  • Goldenes Verdienstzeichen der Republik Österreich 1968
  • Silbernes Ehrenzeichen f. Verdienste um das Land Niederösterreich 1973
  • Prof.-Titel 1974
  • Raimund-Zoder-Medaille 1974

Schriften

Literatur

Autorin

  • Gerlinde Haid

Letzte inhaltliche Änderung

22.3.2022

Empfohlene Zitierweise

Gerlinde Haid, Art. „Schunko, Franz“ (22.3.2022), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e1dc (abgerufen am )

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