Nach privaten Studien inskribierte Sch. 1926–33 an der Wiener MAkad., 1930 legte er die künstlerische Reife- und Staatsprüfung in Klavier und den Lehrgang II (Privatmusikerzieher) am Musikpädagogischen Seminar ab, 1933 absolvierte er zusätzlich den Lehrgang I (Schulmusik). Weiters inskribierte er Musiktheorie bei R. Stöhr und Fr. Schmidt, Orgel bei Franz Schütz und Gitarre bei J. Ortner. Danach Klavier- und Theoriestudien bei Paul Hindemith in Berlin. 1934–38 übernahm Sch. die Leitung der Bocklet’schen Klavierschule und wirkte als Dozent für Harmonielehre, Kontrapunkt und Komposition an der Wiener Urania und als Lehrer für Gesang und Schulmusik am Realgymnasium in Wien-Döbling (XIX). 1939–45 Kriegsdienst. Nach Kriegsende Lehrer am Horak-Konservatorium und an der Bundeslehrerbildungsanstalt in Wien I, Hegelgasse, sowie Dozent an der Wiener Urania und an anderen Wiener Volkshochschulen. 1951 Vorstandsmitglied der AKM , 1952 des Österreichischen Komponistenbundes und der Gewerkschaft für freie Berufe ( KMSfB ). 1954 Lehrbeauftragter an der MAkad. (ab 1970 MHsch.), 1957 Vertragslehrer, 1967 L1-Prof., 1969 ao. Prof., 1971 o. Prof., 1977 Emeritierung. 1971–76 zudem Leiter der Abteilung Musikpädagogik und 1976/77 Stellvertreter des Rektors. Als Komponist gehörte Sch. der nachklassischen Richtung an. Umfangreiche Konzerttätigkeit, erfolgreich v. a. als Interpret, Lehrer und Verfasser von Lehrbüchern für zeitgenössische Klaviermusik.
Ehrungen
- Prof.-Titel 1956
- Großes Ehrenzeichen f. Verdienste um die Republik Österreich 1976
Werke
zahlreiche Vokal-, Instrumental- und Orchesterkompositionen, Bearbeitungen von Klavierwerken (Die allerersten Klassiker u. Romantiker f. 2 u. 4 Hände).
Schriften
- Studienwerke und musikliterarische Werke, u. a. Die Etüde. Der Lehrgang für die untere Mittelstufe des Klavierspiels, 7 H.e 1950
- Schule des Klavierspiels, 3 Bde. 1957
- Die moderne Studie. Die Kunst der Spieltechnik für neue Klaviermusik, 7 H.e 1964–71
- Satz- und Klanglehre für Instrumentalisten 1969
Literatur
- Riemann 1961
- WV Verlag Doblinger
- Akten MUniv. Wien
Autorin
- Lynne Heller
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Lynne Heller, Art. „Scholz, Erwin Christian“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e185 (abgerufen am )
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