Schnellar, Hans

* 25.9.1865 Kloster/Böhmen (Klášter Hradiště nad Jizerou/CZ), † 12.8.1945 Wien

Paukist

Diente 1879–83 als Regimentstambour in der österreichischen Armee (Militärmusik) und war danach in fast jährlichem Wechsel Paukist in verschiedenen Kur- bzw. Stadtkapellen in Böhmen ( Marienbad), Ungarn, Deutschland (Bad Reichenhall, Bad Kissingen, Würzburg) und der Schweiz (Winterthur, Tonhalle-Orchester Zürich). 1891/92 unternahm er eine Tournee als Zither- und Xylophonvirtuose. 1893 Paukist im Concertgebouworkest Amsterdam, war er schließlich 1894–1932 Mitglied des Orchesters der Wiener Hofoper und der Wiener Philharmoniker . 1901–34 der Wiener Hofmusikkapelle. 1908–32 lehrte er auch Pauke und Schlagwerk am Konservatorium der GdM (bzw. MAkad.). Von G. Mahler besonders geschätzt, nahm er eine hervorragende Stellung im Orchester der Wiener Philharmoniker ein. Von ihm entwickelte technische Verbesserungen (1920 Patent auf die Erfindung einer Hebelpauke) an seinem Instrument ermöglichten ihm „fast thematisches Spielen, was, vom Komponisten sanktioniert, Eingang in die Partitur der Sinfonia domestica von R. Strauss fand“ (ÖBL).

Literatur

Autor

  • Hubert Reitterer

Letzte inhaltliche Änderung

15.5.2005

Empfohlene Zitierweise

Hubert Reitterer, Art. „Schnellar, Hans“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e156 (abgerufen am )

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