Erhielt Violin- und Klavierunterricht, war 1881–84 bei der österreichischen Armee, wurde 1889 an der Lehranstalt des St.-Ambrosius-Vereins für kirchliche Tonkunst in Wien weiter ausgebildet und wirkte als Regens chori an der Saazer Stadtpfarrkirche. Daneben unterrichtete er an der städtischen MSch. und leitete ab 1897 die Kapelle des Schützenkorps, die er mit Aufführungen eigener Werke weithin bekannt machte. Als Komponist schuf er neben Kirchenmusik v. a. Blasmusik-Märsche, die er oft im eigenen Verlag herausgab und die z. T. noch heute (2005) gespielt werden.
Werke
Messen; geistliche Lieder; 3 Operetten (nicht aufgeführt); Konzert- und Tanzmusik; Märsche f. Blas-Orch. (Erzhzg.-Carl-Marsch; Erzhzg.-Albrecht-Marsch; Alt-Starhemberg-Marsch; Bienenhaus-Marsch). – Bearb. eigener Werke in versch. Besetzungen (Streich-Orch., österr. u. preußische Militärmusik, bayrische Landmusik, frz. Besetzung [Salonorchester], Klavier mit u. ohne Gesang).
Literatur
- LdM 2000
- ÖBL 10 (1994)
- Ulrich 1997
- eigene Recherchen
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Schneider, Hermann Josef“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e14f (abgerufen am )
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