Schmidt, Leopold Joseph

* 14.11.1746 Zwittau/Mähren (Svitavy/CZ), † 21.8.1820 Mauerbach/NÖ

Komponist und Organist

War 1786–1818 Organist im Stift Klosterneuburg (lt. Kammeramtsrechnungen); für 1785 ist ein Anton Sch. als Organist verzeichnet. In dem von ihm verfassten Inventar der Kirchenmusikalien und Instrumente von 1790 unterzeichnete er als „Organist, und Chor Regent“. Wie lange er das Amt des Regens chori innehatte, ist jedoch ungewiss. M. Zipfinger soll zu seinen Generalbassschülern gehört haben. Sch. verfasste vor allem Marianische Antiphonen, von denen aber nur noch ein Salve Regina erhalten geblieben ist; seine anderen Werke lassen sich lediglich durch die zwei Klosterneuburger Inventare belegen. Nach Bernhard Paul wurde ihm auch ein Ave Maria zugewiesen, das lt. einem Aufführungsverzeichnis aus 1905 eines „Schmid“ stammt – vermutlich aber F. Schmidt. Dieser lebte zuletzt in Mauerbach, in den Kammeramtsrechnungen findet sich ein Eintrag, dass dem „[…] gewesenen Organisten Schmidt Postgeld auf Mauerbach vom 11. Oktober [1]819 bis letzten Jänner [1]820 täglich 15x […]“ vom Stift gesendet wurde. Er blieb unverheiratet.

Werke

Salve Regina (A-KN-0174), verschollen: 4 Regina coeli, Lytaniae Solennis.

Schriften

A-KN, Inventar A
  • Catalogus deren Auf diesem Löb: Stift=Chor befindlichen Musicalien u. Instrumenten…Closterneuburg den 20 8bris 790. (auch gen. Sch.-Katalog)

Literatur

Autorin

  • Stefanie Preisl

Letzte inhaltliche Änderung

21.2.2020

Empfohlene Zitierweise

Stefanie Preisl, Art. „Schmidt, Leopold Joseph“ (21.2.2020), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e121 (abgerufen am )

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