Lebte seit seinem 3. Lebensjahr in Wien. Hier 1953 Gesangsstudium (Bariton) an der MHsch. als außerordentlicher Hörer bei Ileano Giurescu, später auch bei P. Lorenz. Im Sommer 1965 Engagement als Nardo in W. A. Mozarts Gärtnerin aus Liebe im Rahmen der Wiener Kammeroper. Parallel zur Sängerausbildung Einstieg in die Schallplattenbranche, 1955–59 bei der Österreichischen Columbia Graphophon, ab 1959 bei Preiser Records. Zunächst künstlerischer Leiter und Produzent, ab 1972 als Partner des Gründers Otto G. Preiser auch Gesellschafter der Firma. Nach dessen Tod 1996 Übernahme der Geschäftsführung bis zu seiner Pensionierung 2002. Danach weiter für Preiser Records in der Funktion als Aufnahmeleiter und Produzent aktiv. Sch.s größte Verdienste liegen in der Konzeption, Betreuung und Leitung der Serien „Kabarett aus Wien“ und „Lebendige Vergangenheit“. Er hat damit exemplarische Künstlerleistungen dauerhaft zugänglich gemacht und im Bereich der Überspielung und Bearbeitung historischer Tondokumente neue technische Standards gesetzt.
Ehrungen
- Prof.-Titel 1988
- Preis der Deutschen Schallplattenkritik für das Lebenswerk 1991
- Gottlob-Frick-Medaille in Gold, posthum 2010
Literatur
- M. Jaroš/A. Stockert (Hg.), Plattl mit Herz. J. E. S. – Ein Leben für die Schallplatte 2019
- www.preiserrecords.at (10/2015)
- www.tamino-klassikforum.at (10/2015)
- J. E. Schmidt, unveröff. Ms. mit autobiographischen Angaben aus dem Nachlass (Privatbesitz Witwe Elisabeth Sch.)
- G. Cervenka, Nachruf in Apropos Oper vom 24.10.2010 auf Ö1
- W. Sinkovicz in Die Presse 21.8.2010
Abbildungen
Autorin
- Monika Jaros
Letzte inhaltliche Änderung
2.12.2019Empfohlene Zitierweise
Monika Jaros, Art. „Schmidt, Jürgen Ernst Johannes“ (2.12.2019), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0033ce71 (abgerufen am )
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