Schiff, András

* 21.12.1953 Budapest

Pianist, Dirigent

Mit fünf Jahren Klavierunterricht bei Elisabeth Vadász, 1968–75 Klavierstudium an der Franz-Liszt-Akad. in Budapest bei Pál Kadosa und Ferenc Rados, weitere Ausbildung in London bei George Malcolm. Sch., der eine internationale Karriere als Solist und Kammermusiker (Liedbegleiter von P. Schreier, Cecilia Bartoli u. a.) sowie auch als Dirigent aufweist, gründete 1989 die Musiktage Mondsee, die er bis 1998 leitete, 1995 gemeinsam mit Heinz Holliger die Ittinger Pfingstkonzerte (CH), 1998 die Konzertreihe Omaggio a Palladio in Vicenza/I sowie 1999 ein eigenes Kammerorchester (Cappella Andrea Barca). Schwerpunkte seines Repertoires bilden J. S. Bach, J. Haydn, W. A. Mozart, Fr. Schubert, R. Schumann und Béla Bartók. Sch. besitzt seit 1987 neben der ungarischen auch die österreichische Staatsbürgerschaft.

Ehrungen

  • 1. Preise beim Wettbewerb für junge Talente, veranstaltet vom ungarischen Fernsehen 1968, beim Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau 1974 und bei der Leeds International Piano Competition 1975
  • Premio della Accademia Chigiana di Siena/I 1987
  • Wr. Flötenuhr 1989
  • Bartók-Preis 1991
  • Claudio-Arrau-Gedenkmedaille der Schumann-Ges. in Düsseldorf/D 1994
  • Kossuth-Preis (höchste staatliche Auszeichnung Ungarns) 1996
  • Festspielnadel mit Rubinen der Salzburger Festspiele 2023

Literatur

Autorin

  • Barbara Boisits

Letzte inhaltliche Änderung

28.8.2023

Empfohlene Zitierweise

Barbara Boisits, Art. „Schiff, András“ (28.8.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e0ca (abgerufen am )

Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.