Ab 1776 Leiter einer Wandertruppe, u. a. 1776–81 im Saal „Zum Bauernfeind“ in der Josefstadt (Wien VIII), in dem z. T. später im Burgtheater erfolgreiche Schauspieler auftraten und auch Opern von W. A. Mozart aufgeführt wurden. Nach Wanderjahren ließ er 1784/85 am Kärntnertortheater Ballette und Komödien spielen, gründete 1789 das Landstraßer Theater (bis 1791 Direktor), 1792 das Roßauer Theater in der Porzellangasse (Wien IX). 1797/98 gastierte er mit seiner Truppe in Krakau, wo jedoch eine weitere Theatergründung fehlschlug. Daraufhin übersiedelte Sch. nach Znaim; 1806–18 hatte er das Theater in Wiener Neustadt gepachtet, spielte 1816 auch im Sommertheater in Raab (Győr/H).
Literatur
- Czeike 5 (1997)
- Kosch 3 (1992)
- ÖBL 10 (1994)
- Wurzbach 29 (1875), 238
- E. K. Blümml/G. Gugitz, Alt-Wr. Thespiskarren 1925
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Scherzer, Franz Jakob“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e0b6 (abgerufen am )
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