Scherr, Hans-Jörg

* 1.8.1935 Roding/D, † ?.1.2013 Klagenfurt?

Komponist

Chormitglied der Regensburger Domspatzen; Studium der Kirchenmusik bei den Augustinern in Münnerstadt/D, dann Unterricht in Orgel, Dirigieren und Komposition am Richard Strauss-Konservatorium in München (Diplom). Sch. wirkte als Organist und Musiklehrer in Tirschenreuth/D, als Korrepetitor und Ballett-Kapellmeister in Münster/D und als Chordirektor und 2. Kapellmeister am Stadttheater in Klagenfurt, wo er am Kärntner Landeskonservatorium Theorie, Chor- und Orchesterleitung sowie Musikalische Früherziehung unterrichtete, dann Leiter der Abteilung Instrumental- und Gesangspädagogik und 1980 Direktor des Landeskonservatoriums und des Landesmusikschulwerks wurde. Als Gastdozent für Stimmbildung war er auch am Carl Orff-Institut des Mozarteums in Salzburg tätig, u. a. auch Landeschorleiter des Österreichischen Arbeitersängerbunds für Kärnten, freier Mitarbeiter des ORF-Landesstudios Kärnten sowie Leiter der Vereinigten Klagenfurter Konzertchöre und des Kärntner Kammerchors. Als Komponist bemühte er sich, Werke für alle Gattungen zu produzieren, wobei aber die musikdramatische Richtung bevorzugt wird. Er legte Wert auf „farbige Orchestrierung und starke rhythmische Akzentuierung“, auf „Durchhörbarkeit und Verfolgbarkeit“ seiner eher der Tradition verhafteten Kompositionen.

Ehrungen

  • mehrere Preise bei Kompositionswettbewerben (in Vercelli/I, Montreux/F)
  • Förderpreis f, Musik des Landes Kärnten 1974
  • Würdigungspreis des Landes Kärnten 1988
  • Großes Goldenes Ehrenzeichen des Landes Kärnten 1995

Werke

musikdramatische Werke (Schauspielmusiken f. Münster u. Klagenfurt 1961–64; Der letzte Tag Jesu 1972; Für Alle die starben 1984/94); Ballett Automation 1962; Requiem für eine Brücke 1995; sinfonische Ballade Was der Wind erzählt 1989; Kammermusik z. T. mit Gesang; Chöre; Lieder; Werke f. Kinder.

Schriften

Literatur

Autor

  • Uwe Harten

Letzte inhaltliche Änderung

17.11.2023

Empfohlene Zitierweise

Uwe Harten, Art. „Scherr, Hans-Jörg“ (17.11.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e0b5 (abgerufen am )

Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.