Schantz (Schanz), Brüder

Klaviermacher. J. Haydn empfahl deren Hammerklaviere 1788 dem Verleger Artaria und 1790 M. v. Genzinger. Auch L. v. Beethoven besaß ein Sch.-Klavier.

Wenzel:* ca. 1750 Kladrob?/Böhmen (Kladubry/CZ), † zw. 16.2.1789/17.9.1790 (Ort?) [nicht Wien]. Klavier- und Orgelmacher. War mit seinem Bruder in Wien tätig.

Johann:* ca. 1762 Kladrob, † 26.4.1828 Wien. Klavier- und Orgelmacher. Arbeitete nach dem Tod seines Bruders allein, ab 1801 hatte er seine Werkstätte am Windmühlgrund (heute Wien VI). Jährlich soll er 130 Instrumente gebaut haben; v. a. die vor ca. 1815 gefertigten Klaviere bezeugen seine Meisterschaft.

Ein Joseph Sch., der 1816–46 als Klaviermacher in Wien erwähnt wird, soll mit den Brüdern nicht verwandt gewesen sein.

Literatur

Autor

  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

15.5.2005

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Art. „Schantz (Schanz), Brüder“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e08a (abgerufen am )

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