Sohn des Lehrers Lukas Sch. (* 20.2.1849 St. Georgen bei Obernberg/OÖ) und der Ludmilla Gallasch. Seine erste musikalische Ausbildung erhielt Sch. wohl von seinem Vater, der bald nach der Geburt des Sohnes eine Dienststelle in Ebensee/OÖ, dem Heimatort seiner Frau, antrat. Sch. absolvierte die Lehrerbildungsanstalt in Linz und trat danach einen Posten an der Volksschule in Roith, einem Ortsteil von Ebensee, an. Sch. war ein ausgezeichneter Violinist und wirkte an Orchesterkonzerten in Gmunden und Bad Ischl mit. In Ischl war er auch Mitglied des Kirchenchores. Seine Bedeutung liegt in der Aufzeichnung und Sammlung alter Weihnachtslieder aus Ebensee und Umgebung, die er 1920 in Gmunden veröffentlichen ließ und die bis heute im kulturellen Leben Ebensees Gültigkeit haben. Sch. stand mit J. Pommer in Verbindung und veröffentlichte auch in der Zeitschrift Das deutsche Volkslied. Er starb bei einer Skitour.
Schriften
- Vorspiel zum „Hirtenschlaf“ in Das dt. Volkslied 11 (1909)
- Die Weisen des „Salzkammergütler Spieles“ in Das dt. Volkslied 11 (1909)
- Hirtenlieder zur Zeit der Geburt Jesu Christi [1920]
Literatur
- H. Commenda in Heimatgaue 12 (1931)
- R. Fochler in Oberösterr. Heimatbll. 36 (1982)
- Taufbuch-Duplikat 1849 der Pfarre St. Georgen bei Obernberg, o. S.
- Trauungsbuch-Duplikat 1871 der Pfarre Ebensee, o. S.
- Taufbuch-Duplikat 1875 der Pfarre Traunkirchen, o. S
Links
Autor
- Klaus Petermayr
Letzte inhaltliche Änderung
17.12.2020Empfohlene Zitierweise
Klaus Petermayr, Art. „Schaller, Ferdinand“ (17.12.2020), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x003c19a9 (abgerufen am )
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