Schall, Fritz (Friedrich)

* 5.1.1924 Bregenz, † 1994 (Ort?)

Dirigent, Komponist

Sohn der späteren NS-Kreisfrauenschaftsleiterin Ferdinanda Sch., geb. Humpeler (* 23.9.1900 Bregenz, † 17.2.1985 Lochau/V). Erhielt seinen ersten Musikunterricht in Geige (bei Anna Löw) und Theorie (bei M. Zienert) an der städtischen MSch. in Bregenz. Studierte anschließend an den MHsch.n in Graz (1940/41; Violine bei Joseph Schröcksnadel, Komposition bei K. Marx) und nach dem Krieg bis 1949 in Berlin. In Berlin und München als Komponist, Chorleiter und Dirigent (u. a. als Chefdirigent des Berliner Operettentheaters) tätig, gastierte als Dirigent aber auch im Ausland. Seit 1960 war Sch. Präsident des Vereines der Österreicher in Berlin, bei dem er durch Veranstaltungen einen regen interkulturellen Austausch förderte. Um 1980 arbeitete Sch. an der Herausgabe der Kantaten W. F. Bachs für die Berliner Edition Corona (Musikverlag). Mehrere von Sch.s eigenen Kompositionen gelangten durch die Musikgesellschaft Dornbirn-Hatlerdorf zur Aufführung.

Ehrungen

  • Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste der Republik Österreich 1967

Werke

Orchesterwerke (Rhapsodie 1945, Großstadtlegende), Operette (Barbara 1948), Singspiel (Scherz, Lust, Rache), Dispersionen f. Orch., Kantate, Chöre (Das Hohelied vom braven Mann f. gem. Chor, Soli u. Orch., Die Tageszeiten f. Männerchor u. Orch.), Lieder, Kammer- u. Unterhaltungsmusik, symphonische Programmmusik.

Literatur

Autorinnen

  • Barbara Boisits
  • Karoline Hochstöger

Letzte inhaltliche Änderung

12.7.2023

Empfohlene Zitierweise

Barbara Boisits, Karoline Hochstöger, Art. „Schall, Fritz (Friedrich)“ (12.7.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e085 (abgerufen am )

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