Sohn der späteren NS-Kreisfrauenschaftsleiterin Ferdinanda Sch., geb. Humpeler (* 23.9.1900 Bregenz, † 17.2.1985 Lochau/V). Erhielt seinen ersten Musikunterricht in Geige (bei Anna Löw) und Theorie (bei M. Zienert) an der städtischen MSch. in Bregenz. Studierte anschließend an den MHsch.n in Graz (1940/41; Violine bei Joseph Schröcksnadel, Komposition bei K. Marx) und nach dem Krieg bis 1949 in Berlin. In Berlin und München als Komponist, Chorleiter und Dirigent (u. a. als Chefdirigent des Berliner Operettentheaters) tätig, gastierte als Dirigent aber auch im Ausland. Seit 1960 war Sch. Präsident des Vereines der Österreicher in Berlin, bei dem er durch Veranstaltungen einen regen interkulturellen Austausch förderte. Um 1980 arbeitete Sch. an der Herausgabe der Kantaten W. F. Bachs für die Berliner Edition Corona (Musikverlag). Mehrere von Sch.s eigenen Kompositionen gelangten durch die Musikgesellschaft Dornbirn-Hatlerdorf zur Aufführung.
Ehrungen
- Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste der Republik Österreich 1967
Werke
Orchesterwerke (Rhapsodie 1945, Großstadtlegende), Operette (Barbara 1948), Singspiel (Scherz, Lust, Rache), Dispersionen f. Orch., Kantate, Chöre (Das Hohelied vom braven Mann f. gem. Chor, Soli u. Orch., Die Tageszeiten f. Männerchor u. Orch.), Lieder, Kammer- u. Unterhaltungsmusik, symphonische Programmmusik.
Literatur
- F-A 1978
- O. Lutz in ÖMZ 25 (1970)
- M. Stoppel, „Uns wächst eine herrliche Jugend heran!" 2004, 152
- E. Schneider in Montfort 1971, 1981
- Taufbuch der Stadt- u. Landpfarrei Bregenz 1897–1901, fol. 137
- Mitt. Archiv MUniv. Graz
Autorinnen
- Barbara Boisits
- Karoline Hochstöger
Letzte inhaltliche Änderung
12.7.2023Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Karoline Hochstöger, Art. „Schall, Fritz (Friedrich)“ (12.7.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e085 (abgerufen am )
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