1946–49 studierte er Violine und Musiktheorie in Oppeln (Opole/PL), danach 1949–53 Studium in Krakau (Kraków/PL) (Musikwissenschaft bei Z. Jachimecki und Komposition bei Artur Malawski). 1952–57 arbeitete er u. a. in der Musikabteilung des Polnischen Rundfunks in Krakau und lehrte 1954–58 am Institut für Musikwissenschaft der Univ. Krakau. Ab 1963 gab er Kompositionsunterricht an der Krakauer MAkad. 1967–73 Herausgeber der Zeitschrift Forum Musicum. 1986–2000 am Mozarteum in Salzburg (zuerst Gastprof., ab 1989 o. HProf. für Komposition, nach der Emeritierung 1997 wieder als Gastprof.) und seit 1993 an der Internationalen Akad. für Neue Komposition und Audio Art in Schwaz/T tätig. Als einer der wichtigsten Vertreter der europäischen Avantgarde schuf Sch. über 400 Musikwerke unterschiedlichster Gattungen und Besetzungen, die in zahlreichen Ländern aufgeführt wurden; u. a. in Oslo, Amsterdam, Schiras/Iran, Princeton/USA, Mexiko, Salzburg, Istanbul, Berlin, Wien und Schwaz. Seit 1955 war er auch erfolgreich als Autor von Bühnenstücken tätig und zählte in Polen zu den meist aufgeführten zeitgenössischen Dramatikern.
Ehrungen
- zahlreiche polnische Ehrungen
- Ehrenmitglied der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik (IGNM) und der Avantgarde Schwaz
- Großer Kunstpreis des Landes Salzburg 2007
Werke
über 400 Werke (Opern, Orchesterwerke, Kammermusik, Klaviermusik, Lieder); über 40 Theaterstücke (Übersetzungen in 17 Sprachen).
Schriften
- ca. 40 Bücher u. Beiträge in Lexika, die sich mit Neuer Musik beschäftigen
Literatur
- NGroveD 22 (2001)
- MaÖ 1997
- Słownik Muzyków Polskich 2 (1967)
- https://culture.pl/en/artist/boguslaw-schaeffer (8/2019)
- www.uni-mozarteum.at (8/2019)
- Mitt. Archiv Univ. Mozarteum Salzburg (9/2019)
Autor:innen
- Piotr Szalsza
- Monika Kornberger
Letzte inhaltliche Änderung
10.9.2019Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger, Piotr Szalsza, Art. „Schaeffer (Schäffer), Bogusław Julian“ (10.9.2019), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e07c (abgerufen am )
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