Savart, Louis (Luis August; eig. Mieroslaw Friedrich August Wewerka)

* 6.3.1871 Olmütz/Mähren (Olomouc/CZ), † 18.12.1923 Wien

Hornist und Sänger (Bariton)

Sohn eines Olmützer Buchhalters. Erhielt bereits im Alter von zwölf Jahren Hornunterricht von einem gewissen R. Bauer in Brünn, zwei Jahre später begann er ein Hornstudium bei Julius Beer am Prager Konservatorium. Ab 1890 trat er als Hornvirtuose in Österreich, Deutschland und Russland auf, 1893–96 wirkte er regelmäßig in Konzerten des Wiener Männergesang-Vereins mit und 1895 gründete er den Wiener Waldhorn-Club. Obwohl er um 1900 einer der führenden Hornisten seiner Zeit war (Alexander Skrjabin schrieb zwischen 1894/97 für ihn seine F-Dur-Romanze für Horn und Klavier), strebte S. eine Sängerkarriere an und erteilte auch selbst Gesangsunterricht. Ein Engagementangebot der Wiener Hofoper in der Ära G. Mahlers musste S. aufgrund eines Augenleidens ablehnen. In der Folge trat er als Konzertsänger in Erscheinung, als Liedinterpret (Fr. Schubert, J. Brahms, J. Marx) konnte er im Wiener Konzerthaus reüssieren. Erst 1920 erfolgte seine offizielle Namensänderung in S.

Werke

40 Studien f. das Waldhorn u. Pianoforte 1898 (gem. m. H. Wottawa).

Literatur

  • ÖBL 9 (1988)
  • K-R 1997
  • Eisenberg 1893
  • Kosel 1902
  • Taufbuch 1864-72 der Pfarre Olmütz-St. Michael, fol. 1942
  • www.konzerthaus.at (3/2005)
  • WStLA (Biographische Slg.)
  • eigene Recherchen

Autor

  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

30.9.2021

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Art. „Savart, Louis (Luis August; eig. Mieroslaw Friedrich August Wewerka)“ (30.9.2021), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e062 (abgerufen am )

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