Satter, Gustav

* 12.2.1832 Wien oder Rann/Krain (Brežice/SLO), † 1879? Savannah, Georgia/USA

Pianist und Komponist

Sohn eines Wiener Arztes, studierte 1853/54 an der Univ. Wien Medizin, war als Musiker Autodidakt und übersiedelte 1855 in die USA. In zahlreichen Konzerten 1855–59 (u. a. New York, Boston, Philadelphia) spielte er v. a. das klassische und romantische Repertoire. 1861/62 gastierte er in Paris, 1862–75 wirkte er in Wien als Klavierlehrer und trat daneben in deutschen Städten sowie in Stockholm auf. 1875 kehrte er in die USA zurück. S. war auch journalistisch tätig und beschäftigte sich dabei v. a. mit eigenen Erfolgen und gesteuerten Skandalen. Als Komponist (allein 162 Werke mit Opus-Zahlen) trat er besonders mit Werken in „leichtem Salongenre“ hervor. E. Hanslick bezeichnete ihn als „kühnen Bravourspieler ohne geistigen Gehalt“.

Werke

Opern (Eva 1853; Olanthe 1865; Jery und Bätely ca. 1870); 3 Symphonien; „symphonisches Tongemälde“ George Washington 1874; Ouvertüren; 3 Klavierkonzerte; Märsche; Walzer; Kammermusik; Klavierwerke; Opernparaphrasen; Kantaten; Balladen; Lieder.

Literatur

Abbildungen

Autor

  • Uwe Harten

Letzte inhaltliche Änderung

15.5.2005

Empfohlene Zitierweise

Uwe Harten, Art. „Satter, Gustav“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e083 (abgerufen am )

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