Sohn eines Wiener Arztes, studierte 1853/54 an der Univ. Wien Medizin, war als Musiker Autodidakt und übersiedelte 1855 in die USA. In zahlreichen Konzerten 1855–59 (u. a. New York, Boston, Philadelphia) spielte er v. a. das klassische und romantische Repertoire. 1861/62 gastierte er in Paris, 1862–75 wirkte er in Wien als Klavierlehrer und trat daneben in deutschen Städten sowie in Stockholm auf. 1875 kehrte er in die USA zurück. S. war auch journalistisch tätig und beschäftigte sich dabei v. a. mit eigenen Erfolgen und gesteuerten Skandalen. Als Komponist (allein 162 Werke mit Opus-Zahlen) trat er besonders mit Werken in „leichtem Salongenre“ hervor. E. Hanslick bezeichnete ihn als „kühnen Bravourspieler ohne geistigen Gehalt“.
Werke
Opern (Eva 1853; Olanthe 1865; Jery und Bätely ca. 1870); 3 Symphonien; „symphonisches Tongemälde“ George Washington 1874; Ouvertüren; 3 Klavierkonzerte; Märsche; Walzer; Kammermusik; Klavierwerke; Opernparaphrasen; Kantaten; Balladen; Lieder.
Literatur
- DBEM 2003
- ÖBL 9 (1988)
- Mendel-R. Suppl. (1883)
- Riemann 1909
- Wurzbach 28 (1874)
- E. Hanslick, Aus dem Concertsaal 1897
- Anonym, The Life and Works of G. S. 1879
- Stieger II/3 (1978)
- Ulrich 1997
Abbildungen
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Satter, Gustav“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e083 (abgerufen am )
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