Studierte 1840–45 an der Univ. Wien Philosophie (Dr. 1845). 1851 habilitierte er sich dort, 1857/58 war er Dekan. Ab 1845 arbeitete er am Münz- und Antikenkabinett, zunächst als Amanuensis (Neuordnung der Ambraser Sammlung), ab 1869 als 1. Kustos, 1871 als Direktor (Neuinventarisierung, Aufstellung im KHM). Er zählt zu den Pionieren der Urgeschichtsforschung in Österreich. Neben vielen anderen Positionen war S. Direktionsmitglied der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien (1853–55 und 1860).
Ehrungen
- k. M. (1863) und w. M. (1869) der ÖAW
- Ritter der frz. Ehrenlegion 1863
- Ritterkreuz des Franz Joseph-Ordens 1867
- Regierungsrat 1873
Schriften
- Die k. k. Ambraser Slg. , 2 Bde. 1855
- Die vorzüglichsten Rüstungen und Waffen der k. k. Ambraser Slg. , 2 Bde. 1859–62
- Leitfaden zur Kunde des heidnischen Alterthums mit Beziehung auf die österr. Länder 1865
- gem. m. F. Kenner, Die Slgn. des k. k. Münz- und Antiken-Cabinetes 1866
Literatur
- Czeike 5 (1997)
- ÖBL 9 (1988)
- Wurzbach 28 (1874)
- R. v. Perger/R. Hirschfeld, Gesch. der k. k. Ges. der Musikfreunde in Wien 1912, 281
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Sacken, Eduard Freiherr von“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e017 (abgerufen am )
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