Besuchte das Gymnasium der Jesuiten in Hall in Tirol, wo er 1730 und 1731 bei der Aufführung der Schuldramen mitwirkte. Musikunterricht dürfte er in Hall von P. Donioli und E. de Sylva erhalten haben. Danach kam R. nach Trient und betrieb Kontrapunktstudien bei Carlo Antonio Prati. 1746/47 folgte ein Aufenthalt in Venedig, es entstanden Werke für das Ospitale degli Incurabili und für das Ospitale della Pietà; 1747 leitete er im Palazzo Grimani die Aufführung seiner Oper Achille in Sciro. 1750 folgte R. Prati als Domkapellmeister in Trient nach und versah das Amt bis zu seinem Tode. Daneben wirkte er auch als Organist an der Kirche Santa Maria Maggiore. 1759 (in Hall) und 1760 (in Innsbruck) wurden Schuldramen mit Musikeinlagen von R. aufgeführt.
Werke
Messen, Motetten, Antiphonen, Psalmen; Passionsoratorium La passione di Gesù Cristo 1751 (T: P. Metastasio), Oper Achille in Sciro (T: P. Metastasio); Instrumentalmusik (Orchesterwerke, Konzerte).
Literatur
- E. Knapp, Kirchenmusik Südtirols 1993
- K. Drexel/M. Fink (Hg.), Musikgesch. Tirols 2 (2004)
- MGG 12 (2004) [Metastasio]
- Stieger IV/1 (1982)
- W. Senn, Aus dem Kulturleben einer süddt. Kleinstadt 1938 [Rongger]
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
30.6.2009Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Runcher (Roncher), Jan Batista (Johann Baptist, Giovanni Battista)“ (30.6.2009), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00223d77 (abgerufen am )
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