Sohn von Johann Sigmund Freiherr von R. († 7./10.12.1717 [Ort?]), wählte die Beamtenlaufbahn. 1719–22 war er Kreishauptmann des Kreises Ungarisch-Hradisch (Uherské Hradiště/CZ) und 1735 Landrechtsbeisitzer. Danach zog er sich ins Privatleben zurück und widmete sich ganz der Kunstpflege. Er galt als einer der gebildetsten, kunstsinnigsten und prachtliebendsten Kavaliere seiner Zeit und ließ zahlreiche Kirchen in Mähren errichten. Auf seinem Schloss in Holleschau unterhielt R. eine eigene Privatkapelle, 1736/37–41 wirkte I. Holzbauer als sein Kapellmeister. Mit F. A. (oder mit seinem Sohn Johann Siegmund v. R.-Feistritz [† 1763?]) starb die Familie im Mannesstamm aus.
Ehrungen
- Geheimer Rat 1732
- Grafenstand
Literatur
- A. Prokop, Die Markgrafschaft Mähren in kunstgeschichtlicher Beziehung 4 (1904), 992, 1031, 1151 u. 1223
- Wurzbach 27 (1874)
- MGÖ 2 (1995)
- MGG 9 (2003) [Holzbauer]
- WStLA (Portheim-Kat.)
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Rottal (Rothal), Franz Anton Graf von“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001dfca (abgerufen am )
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