Er stand vermutlich in den Diensten der Genueser Familie Giustiniani auf der Insel Chios/GR, bevor er 1560 in Nizza bei der Hochzeit von Emanuel Philibert von Savoyen und Margarethe von Valois mitwirkte. Er war kurz Kapellmeister in Novara/I und ging 1564 nach Florenz, wo er beim Kardinal Ferdinando de’ Medici und dessen Schwester Isabella angestellt war (1566/67). Zwischen 1570/80 hielt er sich mehrmals in Wien auf und korrespondierte mit K. Maximilian II. Die 1573 in Nürnberg/D gedruckte Motettensammlung ist Ferdinand II. von Tirol gewidmet, was Beziehungen zu den Habsburgern nahelegt. 1579/80 scheint R. Hoforganist in München gewesen zu sein.
Werke
4- bis 6-stimmige Madrigale; Kantate Il lamento di Olimpia [nach Ariost] 1567; Motetten (Novae quaedam sacrae cantiones, quas vulgo motetas vocant 1573, NA in Recent Researches in the Music of the Renaissance 15 [1973]).
Literatur
- NGroveD 21 (2001)
- MGG 11 (1963)
- Riemann 1961
- R. Lindell in [Fs.] W. u. U. Kirkendale 1994
- MGÖ 1 (1995)
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Rossetti (Rossetto), Stefano“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001dfb8 (abgerufen am )
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