Rossetti (Rossetto), Stefano

* ? Nizza (Nice/F), † ca. 1584 (Ort?)

Komponist, Organist

Er stand vermutlich in den Diensten der Genueser Familie Giustiniani auf der Insel Chios/GR, bevor er 1560 in Nizza bei der Hochzeit von Emanuel Philibert von Savoyen und Margarethe von Valois mitwirkte. Er war kurz Kapellmeister in Novara/I und ging 1564 nach Florenz, wo er beim Kardinal Ferdinando de’ Medici und dessen Schwester Isabella angestellt war (1566/67). Zwischen 1570/80 hielt er sich mehrmals in Wien auf und korrespondierte mit K. Maximilian II. Die 1573 in Nürnberg/D gedruckte Motettensammlung ist Ferdinand II. von Tirol gewidmet, was Beziehungen zu den Habsburgern nahelegt. 1579/80 scheint R. Hoforganist in München gewesen zu sein.

Werke

4- bis 6-stimmige Madrigale; Kantate Il lamento di Olimpia [nach Ariost] 1567; Motetten (Novae quaedam sacrae cantiones, quas vulgo motetas vocant 1573, NA in Recent Researches in the Music of the Renaissance 15 [1973]).

Literatur

  • NGroveD 21 (2001)
  • MGG 11 (1963)
  • Riemann 1961
  • R. Lindell in [Fs.] W. u. U. Kirkendale 1994
  • MGÖ 1 (1995)

Autor

  • Alexander Rausch

Letzte inhaltliche Änderung

15.5.2005

Empfohlene Zitierweise

Alexander Rausch, Art. „Rossetti (Rossetto), Stefano“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001dfb8 (abgerufen am )

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