Rössler (Rößler, Ressler, Reßler, Rösler, Rossler, Rösßler, Räßler), Leopold

* vor? 1637 Wien?, † 13.12.1692 Wien

Violinist und Gambist

Sohn des kaiserlichen Leibbarbiers Sebastian R. († 1656), der 1646–56 im Besitz des Hauses Kohlmarkt 2 stand und um 1640/41 die kaiserliche Erlaubnis erhielt, seinen Sohn zum Geigenstudium nach Innsbruck zu schicken (aufgrund dieser Tatsache ist anzunehmen, dass die Altersangabe (55 Jahre) im Totenbeschauprotokoll bei L. R.s Ableben nicht ganz korrekt ist und er wohl schon vor 1637 geboren wurde). Ab ca. 1656 dürfte L. R. dann in der HMK gespielt haben, angestellt wurde er jedoch erst mit 1.10.1659. Sein Jahresgehalt von 360 fl wurde 1666 auf 480 fl und 1671 auf 600 fl erhöht. Ende Juli 1692 suchte R. um seine Pensionierung bei vollen Bezügen an, genehmigt wurden ihm jedoch nur 300 fl. Seinen Dienst in der HMK sollte er auch weiterhin bis zur Findung eines Nachfolgers versehen. Nach seinem Tod erhielt die Witwe Eva Rosina R. eine Leibrente von 20 fl monatlich und eine einmalige Quartiergeldzahlung von 100 Talern. Nach R.s Tod bemühten sich A. Zacher Joseph Hueffnagel und Leopold Pickel um seine Stelle als Gambist bei Hof.

Literatur

Autor

  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

29.4.2008

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Art. „Rössler (Rößler, Ressler, Reßler, Rösler, Rossler, Rösßler, Räßler), Leopold“ (29.4.2008), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00192249 (abgerufen am )

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