Besuchte das Prager Konservatorium, wo er Schüler von A. Dvořák war. Anschließend als Theaterkapellmeister am Prager Volkstheater und in Rudolstadt/D (1901/02) tätig, kam er 1902 nach Berlin an das Neue königliche Operntheater. Von R. Strauss empfohlen, leitete R. bis 1904 auch das Berliner Tonkünstler-Orchester. Bereits ab 1903 war er in leitender Position am Berliner Klindworth-Scharwenka Konservatorium tätig, 1905 Direktoriumsvorsitzender und 1917–37 alleiniger Direktor. Unter seiner Leitung erlebte die Lehranstalt einen wesentlichen Aufschwung, so kam es zum Neubau des Konservatoriumsgebäudes und zur Gründung der Opernschule sowie des Schulorchesters. 1937/38 emigrierte er in die USA (Exil).
Werke
Ahasver (Oper), Orchesterwerke (Symphonische Variationen über ein Originalthema, Ouvertüre, Rhapsodie f. Vc. u. Orch.), Kammermusik, Lieder.
Literatur
- LdM 2000
- ÖBL 9 (1988)
- DBEM 2003
- Müller-Asow 1929
- Kosch 3 (1992)
- Riemann 1961
- F-A 1936
- Mitt. Horst v. Borries
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Robitschek, Robert“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001df6e (abgerufen am )
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