Studium der Musikwissenschaft an der Univ. Wien bei G. Adler (Dr. 1913). Als Komponist Autodidakt, dürfte R. jedoch eine Gesangsausbildung genossen haben, 1914–30 sind zahlreiche Auftritte als Konzertsänger im Wiener Konzerthaus nachweisbar. 1918–21 war er als 1. lyrischer Tenor an der Brünner Oper engagiert, anschließend in Köln/D, Hamburg/D, Stuttgart/D, Hannover/D sowie am Theater an der Wien und an der Volksoper Wien (s. Abb.). Ab ca. 1928 arbeitete er für den österreichischen Rundfunk, wirkte bei Studioaufführungen selten gespielter Opern und Operetten mit und leitete zeitweise auch die U-Musik-Abteilung beim ORF. Er komponierte u. a. Bühnenmusiken für Rundfunkfassungen von Theaterstücken, erfolgreich war seine Sendereihe Funkpotpourri ( Potpourri). Seine 1914 entstandene Symphonie in Es-Dur (umgearbeitet 1927) erlebte 1927 im Großen Wiener Musikvereinssaal ihre Wiener EA.
Werke
3 Opern, Symphonie (1914/27, UA Graz 1927), Orchestersuite, Kammermusik, Potpourris, Wienerlieder (So klingt’s bei uns in Wien).
Schriften
- Karl von Dittersdorf als Opernkomponist,Diss. Wien 1913 (gedruckt in StMw 2 [1914])
Literatur
- F. Planer (Hg.), Jb. der Wr. Ges. 1929
- Lang 1986
- Slg. Moißl
- WStLA (Biographische Slg.)
- www.konzerthaus.at (12/2004)
Abbildungen
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
4.4.2023Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Riedinger, Lothar“ (4.4.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0007bcda (abgerufen am )
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