Rettich (verh. Merelli), Emilie (Pseud. Emilia Redi)

* 10.3.1834 Dresden/D, † 12.9.1901 Wien

Sängerin (Koloratursopran) und Schauspielerin

Ihre Eltern Karl (* 3.2.1805 Wien, † 18.11.1878 Wien) und Julie (geb. Gley; * 17.4.1809 Hamburg/D, † 11.4.1866 Wien) waren erfolgreiche Schauspieler, auch der Großvater Franz R. (1765–1818) wirkte als Schauspieler und Theateragent. Die Großeltern mütterlicherseits waren der Schauspieler und Sänger Johann Friedrich Gley (1771–1832) sowie die Operettensängerin Christine Gollmann (1785–1862). Über R.s Leben und Karriere ist wenig bekannt. Am 25.4.1850 konvertierte sie vom protestantischen zum katholischen Glauben. Im November 1855 debütierte sie als Konzertsängerin in Wien. Als Opernsängerin soll sie Erfolge in Italien (1857 sang sie in Mailand, 1868 in Rom) gefeiert haben. Gastspiele führten sie u. a. nach Warschau und Breslau (Wrocław/PL). Sie war seit 1857 mit dem Impresario Eugenio Merelli, dem Sohn von B. Merelli verheiratet, mit dem sie zwei Kinder hatte. Nach ihrer Eheschließung trug sie den Künstlernamen Emilia Redi.

Literatur

  • Kosch 1 (1953) [Gley], 2 (1960) [Merelli] u. 3 (1992)
  • Eisenberg 1903
  • Ulrich 1997 [R., Merelli, Gley]
  • Wurzbach 25 (1873)
  • Neue Wr. Musik-Ztg. 22.11.1855, 187
  • Der Humorist 17.11.1855, 1236
  • Die neue Zeit 10.4.1857, [3]
  • Wr. Theaterztg. 21.11.1857, 1099
  • Wr. allgemeine Theaterztg. 30.4.1850, 311
  • Illustrirtes Wr. Extrabl. 13.9.1901, 6
  • NFP 13.9.1901, 5
  • Wr. Ztg. 24.1.1903, 88
  • WStLA (TBP 1866, 1878, 1901)
  • Taufbuch der Pfarre Unsere Liebe Frau zu den Schotten (Wien I) 1845–52, fol. 192
  • Sterbebuch der Dom- und Metropolitanpfarre St. Stephan (Wien I) 1899–1915, fol 70
  • www.ilcorago.org (7/2025)
  • eigene Recherchen (www.anno.onb.ac.at)

Autor:innen

  • Christian Fastl
  • Monika Kornberger

Letzte inhaltliche Änderung

21.7.2025

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Monika Kornberger, Art. „Rettich (verh. Merelli), Emilie (Pseud. Emilia Redi)“ (21.7.2025), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x000276fe (abgerufen am )

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