Sohn des Straßburger Glockengießers Franz Joseph Reißer. 1821 Glockengießer-Gehilfe in Ludwigsburg/D. Ließ sich spätestens 1824 in Wien nieder, wo er Ende des Jahres als Stuck- und Kunstgießer die Genehmigung u. a. für den Bau neuartiger Schmelzöfen erhielt. Am 1.2.1826 erhielt er ein Privileg für „chinesische Glocken“, Tschinellen und Tamtams. Nach der Gewerbsbewilligung (1829) wurde ihm 1831 ein weiteres Privileg zuerkannt. 1833 ist er als Hauseigentümer in Mariahilf (Wien VI) belegt, wo er bereits bei der Geburt seiner Tochter Theresia am 8.2.1829 wohnte. Heiratete am 21.1.1828 Elisabeth Heffeter (* ca. 1797 Wien, † 13.6.1862 Wien). Sein Sohn Robert R. (Neisser) jun. ist 1862–88 als Glockengießer in Wien nachweisbar.
Literatur
- Ottner 1977
- Hopfner 1999
- MGÖ 2 (1995)
- Wr. Ztg. 26.6.1933, 587, 10.5.1838, 678
- Klagenfurter Ztg. 30.1.1825, [1f]
- Prager Ztg. (Amtsbl.) 12.3.1826, [5f]
- Vereinigte Laibacher Ztg. (Amtsbl.) 22.8.1833, [275]
- Correspondenzbl. des Königlich Württembergischen Landwirthschaftlichen Vereins 1832, 154
- Trauungsbuch der Pfarre St. Josef (Wien II) 1821–39, pag. 381
- Taufbuch der Pfarre Mariahilf 1827–32, fol. 145
- Sterbebuch der Pfarre St. Josef ob der Laimgrube (Wien VI) 1862–66, fol. 27
- eigene Recherchen (Lehmanns Adressbücher)
Autor:innen
- Alexander Rausch
- Monika Kornberger
Letzte inhaltliche Änderung
4.8.2025Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger, Alexander Rausch, Art. „Reisser (Reißer, Reissert), Sebastian Robert“ (4.8.2025), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001dee3 (abgerufen am )
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