Angeführt von einem „Reichsführerrat“ (drei hochgestellte Politiker) hatte Werner Haverbeck die organisatorische Leitung übertragen bekommen, unterstützt von einem „Führerkreis“ (Vertreter verschiedener Ministerien, der Partei etc.), mit dem Auftrag, die Pflege des Volkstums – „aus dem Chaos des völligen Verfalls unserer Zeit“ heraus – im Sinne des Nationalsozialismus neu zu gestalten. Drei Reichsfachämter für Volksmusik wurden im RVuH zur Betreuung der praktischen Volkstumsarbeit eingerichtet: 1. Volks- und Laienspiel; 2. Volksmusik; 3. Volkstanz. Die in Wolfenbüttel/D und Berlin sowie in Kassel 1933/34–37/38 vom RVuH als Fortsetzung von Die Singgemeinde und Der Kreis herausgegebene Zeitschrift Musik und Volk (ihr folgte Musik in Jugend und Volk) übernahm u. a. die Förderung der zuvor besonders im Rahmen der Jugendmusikbewegung auch in Österreich keineswegs vernachlässigten Hausmusik.
Als Beilage zur nach dem Zweiten Weltkrieg gegründeten, ähnlich lautenden Zeitschrift Volk und Heimat erschien ab 1950 die Burgenländische Sängerzeitung, herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft der burgenländischen Chöre in Eisenstadt.
Literatur
- W. Haverbeck et al. in Musik und Volk 1 (1933)
- MGG 14 (1968) [Zeitschriften]
- MGÖ 3 (1995)
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Reichsbund Volkstum und Heimat (RVuH)“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001deb0 (abgerufen am )
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