Er debütierte in Lemberg als Rodrigo in G. Rossinis Otello neben dem großen F. Wild, der ihn nach Wien empfahl. Hier nahm er bei G. Gentiluomo Unterricht und trat erstmals am 20.7.1843 in Francesco Gneccos Die Opernprobe am Kärntnertortheater auf. Bis 1851 blieb er an diesem Theater und war als Tamino, Oberon, Max (Freischütz), Fra Diavolo, Almaviva (Barbier von Sevilla), Nemorino (Der Liebestrank) oder Tebaldo (I Capuleti e i Montecchi) sehr geschätzt. In kleineren Partien trat R. auch in der italienischen Stagione am Kärntnertortheater auf. Gastspiele führten ihn nach Berlin, Hannover/D, Paris und England, Engagements nach Dresden/D und Hamburg/D. Er war ein ausgezeichneter Interpret von Liedern (L. v. Beethoven, Fr. Schubert) und Oratorien. Noch 1865 trat er in Wien als Konzertsänger in Erscheinung.
Ehrungen
- fürstl. Esterházyscher Kammersänger
Literatur
- K-R 1997
- Wurzbach 25 (1873)
- J. Stern, Das Hof-Operntheater , 2 Bde. [o. J.]
- M. Jahn, Die Wr. Hofoper von 1848 bis 1870 , 2002
- ÖBL 9 (1988)
- Riemann 1929
Abbildungen
Autor
- Michael Jahn
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Michael Jahn, Art. „Reichardt (Reichard), Alexander“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001dea3 (abgerufen am )
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