Studium am Konservatorium der GdM. Ab 1896 Militärdienst, 1901 Gründung der Kapelle R., 1902 eines Künstlerquartettes. Daneben zwischen 1904/09 Dirigent der Kurorchester in Vulpera-Tarasp/CH bzw. Arco/I. Mitbegründer des Wiener Tonkünstlerorchesters ( Wiener Symphoniker ), dessen populäre Konzerte er neben H. M. Wallner bis 1908 leitete. 1909–11 Leiter des Münchner Tonkünstlerorchesters, danach bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges Kurkapellmeister des Kurorchesters Abbazia (Opatija/HR). Ende 1914/15 Musikmeister (in etwa Vizekapellmeister) bei der Marinemusik in Pola (Pula/HR), Ende 1915 wieder in Wien. Hier zuerst bei der Regimentsmusik des IR 62, ab Ende Februar 1916 des IR 4 Wien III (Hoch- und Deutschmeister) unter W. Wacek. 1920 Leitung des Orchesters im Schönbrunner Schlosskino, 1922 der Konzerte des Sinfonieorchesters im Wiener Burggarten, 1923 bis zu deren Auflösung 1944 Kpm. der Kurmusik in Bad Gastein. Ab 1925 mit dem Wiener Konzertorchester F. R. Auftritte bei der RAVAG, später Gastdirigent verschiedener Rundfunkorchester. Freund H. Streckers, angeblich nur solange Parteimitglied der NSDAP (seit 1933), bis dieser nach Deutschland flüchtete.
Ehrungen
- Prof.-Titel 1956
Werke
Singspiele (Die Meistersinger von Ottakring 1917, Der Musikant von Hernals 1935), Ballette (Die Lotosblume, Das Brenesselkleid), Ouvertüren (Wiener Luft, Sonne über Wien), Potpourris (Aus der Stadt meiner Träume, Wiener Weisen auf Reisen, Alles singt mit, Draußen in Grinzing), Märsche, Fantasien, Intermezzi, Suiten, Lieder, Wienerlieder (Neustift du altes; So a Weinderl; Liebhartstal, du süße Qual; Prater, du Herz von Wien).
Schriften
- Über das Dirigieren 1929
Literatur
- B. Rektenwald, F. R. Leben und Werk, Dipl.arb. Wien 1998 [mit WV]
- Riemann 1929
- Müller-Asow 1929
- Lang 1986
- DBE 2003
- Grazer Tagbl. 28.8.1915, 12
- eigene Recherchen
Autorin
- Monika Kornberger
Letzte inhaltliche Änderung
16.6.2017Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger, Art. „Recktenwald, Fritz“ (16.6.2017), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001de93 (abgerufen am )
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