Ausbildung an der Technischen Hsch. (Dipl.-Ing. 1925) und u. a. am Konservatorium (1920–23) sowie an der Opernschule (1923–25) in Dresden/D. Wirkte ab 1917 als Pianist, wurde später Kapellmeister in Münster in Westfalen/D. 1929 lernte er die isländische Sängerin Engel Lund (1900–96) kennen, die sich auf internationale Volkslieder in ihren Originalsprachen spezialisierte und mit der er bis 1960 als Klavierbegleiter zusammenarbeitete. R. emigrierte 1929 nach Großbritannien und gründete 1942 in London zusammen mit einer Gruppe ins Exil geflüchteter österreichischer Musiker und einigen englischen Freunden die Anglo-Austrian Music Society, die bald nach dem Zweiten Weltkrieg österreichische Künstler bzw. Institutionen zu Gastspielen nach Großbritannien einlud (bereits 1947 die Wiener Staatsoper, 1949 die Wiener Philharmoniker , 1950 die Wiener Sängerknaben , Tiroler Volksmusik brachte u. a. die Engel-Familie ab 1968). In der Folge wurden zahlreiche weitere österreichische bzw. in Österreich wirkende Künstler zur Mitwirkung eingeladen. Die Society vergibt den R. Tauber Prize for Singers (früher: R. Tauber Scholarship).
Gedenkstätten
- F. R. Prize für Klavierbegleitung
Werke
Ballettwalzer; Lieder; Klavierbegleitung zu E. Lunds Book of Folksongs 1936.
Literatur
- Müller-Asow 1929
- www.rcm.ac.uk (1/2016)
- www.aams.org.uk (1/2016)
- https://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_Rauter_(Musiker) (7/2025)
- eigene Recherchen
Autor:innen
- Uwe Harten
- Monika Kornberger
Letzte inhaltliche Änderung
21.7.2025Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Monika Kornberger, Art. „Rauter, Ferdinand“ (21.7.2025), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001de86 (abgerufen am )
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