Rauscher, Othmar Karl Heinrich

* 26.2.1907 Wien, † 29.1.1973 Wien

Geiger, Kapellmeister, Komponist

Der Sohn eines Mechanikers studierte 1920/21 Violine bei H. v. Steiner an der Wiener MAkad. und setzte 1926–28 sein Studium bei Adolf Grohmann fort, blieb jedoch ohne Abschluss. Zunächst erster Geiger des Wiener Apollotheaters. Ab 1935 spielte er mit seiner eigenen Jazzkapelle O. R. regelmäßig Tanzmusik auf Radio Wien. Zunächst Primgeiger und Konzertmeister des Orchesters im Ronacher, übernahm er im April 1936 vorerst provisorisch dessen Leitung als Nachfolger des unerwartet verstorbenen K. Krall. Bis 1944 blieb er Orchesterleiter im Ronacher. Nach Kriegsende (Weltkriege) Stehgeiger seiner eigenen Kapelle, die bis 1955 bestand und mit der er nicht nur in verschiedenen Etablissements in Wien (u. a. Kursalon Stadtpark, Hotel Wimberger, Allotria-Bar), sondern auch auswärts, etwa ab 9. August bis Ende Oktober 1947 im neu eröffneten Grand-Café Winkler auf dem Salzburger Mönchsberg oder im Sommer 1948 in Gmunden engagiert war. Dazu kamen bis 1951 regelmäßig Auftritte bei Großveranstaltungen der Unterhaltungsbranche im Wiener Konzerthaus. Ab September 1949 Kapellmeister im Moulin Rouge, später Geiger im Wiener Rundfunkorchester.

Werke

Wienerlieder (Ich bin in dich, mein schönes Wien, verliebt [T: E. Arnold], Hie und da ziagt’s mi nach Grinzing ’naus [T: E. Arnold]; Soll ich euch sagen, was an Weaner über Wasser halt), Schlager (Mein Liebling, du bist mein), Märsche (Frisch voran, Krall-Marsch).

Literatur

Abbildungen

Autorin

  • Monika Kornberger

Letzte inhaltliche Änderung

18.2.2021

Empfohlene Zitierweise

Monika Kornberger, Art. „Rauscher, Othmar Karl Heinrich“ (18.2.2021), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001de84 (abgerufen am )

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