Studierte an der Univ. Wien Germanistik und Geschichte (Mag. 1979), Diplome aus Konzertfach Orgel und Cembalo an der MHsch. Wien. 1980–82 Mitarbeiter in einem Forschungsprojekt zur Musik des Mittelalters an der Univ. Wien (Leitung: W. Pass). Seit 1979/80 Lehrtätigkeit an der Hochschule (Universität) für Musik und darstellende Kunst in Wien (u. a. Stilkorrepetition, historische Aufführungspraxis, Generalbassspiel, Cembalo, Tonsatz), seit 1998/99 Leiter des Lehrgangs für historische Instrumentenpraxis. 1986–89 Leiter der Orgel- und Cembaloklasse am Kärntner Landeskonservatorium Klagenfurt. 1993–97 Gastprofessuren für historische Aufführungspraxis an der MHsch. Graz. Gastkurse und Vorträge in Österreich, Italien und Japan. Nach Habilitation 2004 erste Professur für historische Musikpraxis in Österreich (Wien). Mitarbeiter und Berater bei Musikausstellungen des Historischen Museums Wien. 1998/99 Leiter eines vom Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung in Österreich finanzierten Forschungsprojektes über J. Mertin. Konzerte und CD-Aufnahmen. Zusammenarbeit mit bekannten Solisten, Sängern und Dirigenten. Tätigkeit in Ensembles für alte (Musica antiqua Wien, Cappella academica, Wiener Akademie) und neue Musik ( Ensemble XX. Jahrhundert ), eigenes Ensemble Studio da camera seit 1983 mit Produktionen alter und neuer Musik (CD). Verschiedentlich Mitwirkung in renommierten Orchestern ( Wiener Kammerorchester , Wiener Philharmoniker , Wiener Symphoniker ). Auftritte in Europa, Skandinavien, Nordafrika und Japan.
Schriften
gem. mit R. Hofstötter Hg.- Wr. Editionen Alter Musik 1998ff
- (gem. m. J. Skorupa), T. Merula, 2 Sonaten 1995
- A. Vivaldi, Sonate c-moll f. Ob. u. B. c. 1997. - (Hg.): J. Mertin, Alte Musik. Wege zur Aufführungspraxis 2 1986
- gem. m. J. Penninger (Hg.): J. Mertin, Musica practica. Ausgewählte Schriften zur Musik (1935–1991), 1997. - Aufsätze: Zum gegenwärtigen Versuch einer immanent musikalischen Rekonstruktion der Neidhartlieder in H. Birkhan (Hg.), Neidhart von Reuental. Aspekte einer Neubewertung 1983
- Beiträge in A. Schusser (Hg.), [Kat.] Die Musik im mittelalterlichen Wien. 103. Sonderausstellung des Historischen Museums, Wien 1986, [1986]
- Zum historischen Wechselspiel zwischen Musik und bildender Kunst in K. Murschetz/W. Tobisch (Hg.), „Ich mal’, wenn ich die Musik hör’, einfach d’rauf los“. Broschüre zur Ausstellung „Musikalische Graphik“ – Kritische Beiträge 1991
- Zum didaktischen Konzept in den großen Instrumentalschulen des 18. Jh.sin H. Krones (Hg.), Alte Musik und Musikpädagogik 1997
- Mertin (1904–1998) und seine Bemühungen um Klavierinstrumente aus dem Umkreis von Joseph Haydnin G. Feder/W. Reicher (Hg.), [Kgr.-Ber.] Haydn & das Clavier. Eisenstadt 2000, 2002
- Die Musiker und die Musikwissenschaft – Zum Thema Musik, Wissenschaft und musikalische Praxis im Spannungsfeld der Universitätsreformin M. Czernin (Hg.), Gedenkschrift für Walter Pass 2002
- Der Beitrag historischer Aufführungspraxis zur Erkenntnis alter Musik am Beispiel österreichisch-italienischer Musik des 17. Jh.s in Štýlovorné prvky vo vokálnej a inštrumentálnej hudbe 16.-18. storočia [Stilbildende Elemente in der Vokal- und Instrumentalmusik des 16.–18. Jh.s] 2002
Literatur
- MGÖ 3 (1995)
- pers. Mitt. I. R
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Rainer, Ingomar“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00075a44 (abgerufen am )
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