Der Sohn des Schulmeisters Johann Nepomuk P. kam 1812 als Sängerknabe an das Benediktinerstift Seitenstetten, in das er 1820 eintrat (1825 Priester). Ab 1827 wirkte P. als Lehrer, später auch als Präfekt und Gymnasial-Direktor in Seitenstetten; er war 1834–47 und 1854–71 Regens chori an der Stiftskirche. Wahrscheinlich aus einer persönlichen Begegnung mit Fr. Schubert 1819 in Kremsmünster resultierte eine lebenslange Verehrung für den Komponisten; 1825 begann P. mit der systematischen Sammlung von Schubert-Werken bzw. Schriften über Schubert. Seine Sammlung stellt die bedeutendste klösterliche Sammlung an Schubert-Werken dar (Das Grab D 643A ist nur in der Abschrift P.s in Seitenstetten überliefert).
Literatur
- I. Weinmann, in Schubert-Studien 1978
- SchubertL 1997
- Th. Antonicek/E. Hilscher, in [Kat.] Seitenstetten. Kunst und Mönchtum an der Wiege Österreichs 1988
- Taufbuch der Pfarre Wolfsbach 1784–1811, fol. 133
- Sterbebuch der Pfarre Seitenstetten 1854-84, fol. 167
Autorin
- Elisabeth Th. Hilscher
Letzte inhaltliche Änderung
16.6.2017Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Puschl, P. Leopold OSB (Edmund)“ (16.6.2017), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001de1d (abgerufen am )
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