Psenner, Familie

Geigen- und Lautenbauer

Johann Georg (I): * ca. 1680 Bozen/T (Bolzano/I), † 25.10.1762 Innsbruck. Geigen- und Lautenmacher. Ausbildung unbekannt. War 1703–23 in Kriegs- und Landmilizdienst, erhielt 1732 die Zulassung als Einwohner in Innsbruck und als Lautenmacher (1753 auch als Saitenmacher) und betrieb daneben eine Krämerei mit Bändern und Spitzen. Er hatte seit 1752 im Tischler und „Härpfenmacher“ Georg Kößl aus Höttingen/D einen Konkurrenten.

Sein Sohn

Johann Georg (II): * 17.2.1747 Innsbruck, † nach 1798 Innsbruck. Geigenbauer. Ab 1761 Schüler von Georg Klotz in Mittenwald/D, ab ca. 1766 Gehilfe von Sebastian Klotz, übernahm 1768 nach dem Tod seiner Mutter die Werkstatt des Vaters, die möglicherweise zwischenzeitlich von Ignatius Locatelli geführt worden war, baute ausgezeichnete, aber – wohl unter Konkurrenzdruck – auch billige Instrumente. Sein Modell wird zwischen dem J. Stainers und dem der Brüder Amati eingestuft.

Literatur

  • Lütgendorff 1904 [Pfenner] u. 1922
  • K. Fischnaler, Innsbrucker Chronik 4 (1929), 191
  • M. Schneider, [Booklet zur CD] J. G. P. (CD Musikinstrumente des Ferdinandeums 4) [o. J.]
  • MGÖ 2 (1995)
  • www.musikland-tirol.at/html/musikgeschichte/mg_instrumentenbau.html (12/2004)

Autor

  • Uwe Harten

Letzte inhaltliche Änderung

30.12.2004

Empfohlene Zitierweise

Uwe Harten, Art. „Psenner, Familie“ (30.12.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001de0a (abgerufen am )

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