Erster Musikunterricht von seinem Vater, dem Chorregenten und Komponisten Alois P. (1856–1938). 1904–07 besuchte er die Orgelschule des Prager Konservatoriums (Schüler von J. Klička, Karel Stecker, K. Knittl und Ondřej Horník). 1907–11 war er Organist an St. Veit in Prag, danach gab er privat Musikunterricht. Nach dem Studium der Rundfunktechnik in Berlin (1929) war P. 1930–46 Mitarbeiter der Musikabteilung des tschechoslowakischen Rundfunks in Prag. In dieser Funktion stellte er Arrangements von Volksliedern und Tänzen sowie Instrumentationen her.
Werke
Opern, Operetten, Kantaten (Cantantibus organis f. gemischten Chor, Soli, Org. u. Orch. UA 1936 bei den Salzburger Festspielen); Orchesterwerke; České tance [Tschech. Tänze] f. Chor u. Orch. 1939; Klavierstücke; Lieder.
Literatur
- ÖBL 8 (1983)
- Riemann 1975
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Provazník, Anatol“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001ddfc (abgerufen am )
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