Wurde – bereits als Wunderkind konzertierend – in Prag musikalisch von J. Proksch (1794–1864) und W. J. Tomaschek ausgebildet, unternahm Konzertreisen und ging als Klavierlehrer nach Wien. 1869–1900 unterrichtete er am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde Musikgeschichte, 1873–94 auch Allgemeine Musiklehre (Schüler u. a. G. Mahler), 1875–1900 zudem Klavier und zwischen 1878/1905 mehrere Schuljahre (als einziger Prof.) auch Klavierliteratur. Daneben wirkte er als Privatlehrer und verfasste Musiklehrbücher.
Werke
Grundriß der allgemeinen Musiklehre 1875–78; Hb. der Clavier-Literatur, 2 Bde. 1884–1907; Compendium der Musikgesch., 3 Bde. 1889–1915 (s. Abb.); Historische Klavierliteratur aus dem 16., 17. u. 18. Jh. 1908.
Literatur
- LdM 2000
- ÖBL 8 (1983)
- MGG 10 (1962)
- Riemann 1929
- R. v. Perger/R. Hirschfeld, Gesch. der k. k. GdM in Wien 1912
Abbildungen
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Prosniz, Adolf“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001ddf9 (abgerufen am )
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